Boost Baby! Suzuki Swift Sport im Alltags-Check

Klein, leicht, schnell – der Suzuki Swift Sport mit 140 PS bringt nicht nur Farbe, sondern vor allem Fahrspaß mit – zumindest unser auffällig lackierter Testwagen. Doch wir lassen uns nicht blenden und fühlen dem kleinen Sportsfreund genauer auf den Zahn. Wie schlägt sich der Kleinwagen im Alltag? Praktikabilität, Kosten, Verbrauch?

Suzuki Swift: Kleinwagen-Urgestein seit 1983

Der Suzuki Swift gehört bei den Kleinwagen zu den Urgesteinen. Bereits seit 1983 gibt es ihn! Die aktuelle, sechste Modellgeneration mit der internen Modellbezeichnung RZ/AZ gibt es seit 2017. Wir sind die Top-Version, den Suzuki Sport, gefahren. Wieviel Spaß bringt die kleine 140 PS starke Rakete?

Eignet sich auch als Tracktool: Mit dem Suzuki Swift Sport durch die grüne Hölle

Es ist schon ein paar Jahre her… Vor fast zehn Jahren bin ich zum ersten Mal Suzuki Swift Sport gefahren. Nicht irgendwo, sondern auf der Nürburgring Nordschleife. Ich wollte mit einem gut beherrschbaren und dennoch sportlichen Auto auf der legendären Rennstrecke im Rahmen der sogenannten Touristenfahrten ein bisschen Spaß und Erfahrung sammeln. Die Autovermietung Rent4Ring hat sich auf den Suzuki Swift spezialisiert und bietet den Kleinwagen in verschiedenen Ausbaustufen an. Gemeinsam mit meinem Cousin Kristian haben uns für die kleinste Version entschieden. Bis auf andere Bremsbelege, eine ausgebaute Rückbank, einen Überrollbügel und Toyo Semislick-Reifen gab es keine Veränderungen. Letztere haben den Swift förmlich an den Asphalt kleben lassen. Jedenfalls hat uns der geliehene Swift Sport eine Menge Spaß bereitet und eindrucksvoll gezeigt wie standfest er ist und welch gute Basis er für die Nutzung auf einer Rennstrecke bietet. Der Suzuki Swift hat sich am Nürburgring mit den Jahren bewährt und immer noch bietet Rent4Ring diese Fahrzeuge an.

Unabhängig von der Außenlackierung – das Interieur ist immer im sportlich roten Design.

Innenraum

Wo der Suzuki Swift äußerlich eine sportliche Figur macht, ist der Innenraum eher schlicht gehalten. Es gibt in der Sport-Version zwar ein paar schön umgesetzte farbliche Akzente, jedoch ist die Gestaltung zurückhaltend. Bei der Verarbeitungsqualität überzeugt das Interieur – ebenso die einfache Bedienung. Es gibt keine Flut von Schaltern. Die Bedienelemente sind auf das wesentliche reduziert und logisch angeordnet, so dass man nicht abgelenkt wird und sich ganz aufs Fahren konzentrieren kann. Trotz, dass der Swift zur Fahrzeugklasse der Kleinwagen gehört, geht es im Innenraum luftig zu. Gerade die Kopffreiheit ist sehr groß.

Ideal für Kurvenräuber: Die Sportsitze mit roten Ziernähten sehen nicht nur gut aus, sondern sitzen wie angegossen und bieten ordentlichen Seitenhalt.

Sportsitze mit gutem Seitenhalt

Die vorderen Sportsitze sind gut ausgeformt ohne ihre Alltagstauglichkeit zu verlieren. Der Seitenhalt in Kurven stimmt, ebenso wie der Sitzkomfort. Ideal also für schnelle Kurvenfahrten. Eine Sitzheizung gibt es ebenfalls, allerdings könnte die Heizleistung gerne etwas stärker sein. Optisch setzen sich die Sportsitze, bei denen die Kopfstützen in den Rückenlehnen integriert sind, von der normalen Version ab. Die Farblichen Akzente aus dem Armaturenbereich und dem Sportlenkrad, setzen sich bei den Sitzen in Form von roten Ziernähten fort. ISO-Fix-Halterungen für Kindersitze gibt es auf den äußeren Plätzen der Rücksitzbank.

Inhalte und Apps vom eigenen Smartphone können über Apple CarPlay und Android Auto per USB-Anschluss über das Fahrzeug-eigenen Infotainmentsystem wiedergegeben und gesteuert werden.

Infotainment mit ordentlicher Smartphone-Integration

So ordentlich und strukturiert sich der Innenraum gezeigt hat, ist auch das Infotainmentsystem. Das Menü auf dem 7 Zoll großen Touchdisplay bietet Zugriff auf Navigation, Radio mit DAB-Empfang und Telefon. Neben einer Bluetooth-Anbindung kann man sein Smartphone auch per USB anschließen und Apple CarPlay sowie Android Auto nutzen. Über die erweiterte Smartphone-Anbindung können ausgewählte Apps wie beispielsweise Google-Navigation oder Musik-Streaming auch im Fahrzeug angezeigt und gesteuert werden.

Kompakte Abmessungen und sportliches Outfit

Mit einer Außenlänge von 3,89 Metern wird der Suzuki Swift im B-Segment – also bei den Kleinwagen. Es gibt eine Karosserievariante mit 5 Türen. Das Design kaschiert geschickt die hinteren Türen. Die Türgriffe sind in Höhe der Fenster versteckt. Zusammen mit der sehr dynamischen Seitenlinie und der farblich abgesetzten C-Säule bringen dem Swift einen selbstbewussten Auftritt. Zwei große Endrohre am Heck machen deutlich, dass dies kein zahmer Stadtflitzer ist. Weitere Unterscheidungsmerkmale zum normalen Swift sind schwarze Anbauteile im Carbon-Look.

Hier steht der Suzuki Swift Sport auf 16 Zoll großen Winterrädern. Serie sind 17 Zoll.

Kofferraum und Variabilität

Neben dem ganz en Spaß sind auch die praktischen Seiten nicht zu vernachlässigen. Das Kofferraumvolumen des Suzuki Swift beträgt 265 Liter und kann durch umlegen der Rücksitzbank auf bis zu 947 Liter erweitert werden. Durch den recht hohen Innenraum, schluckt der Swift reichlich Gepäck.

Unter der Haube steckt die Top-Motorisierung des Suzuki Swift Sport. Der Vierzylinder Benziner mit 1.4 Litern Hubraum leistet 140 PS.

Boost Baby! Turbomotor mit 140 PS

Mit seinen 140 PS hat der Suzuki Swift Sport gewiss mehr unter der Haube, als man in der Stadt braucht. Der Motor, ein Vierzylinder Benziner mit Turbo, der sich unter der kurzen Fronthaube verbirgt, ist ein Garant für jede Menge Spaß! Nicht unerheblich dafür ist das niedrige Leergewicht von nur 1.045 Kilogramm. Vor allem auf kurvigen Landstraßen tobt sich der Kleine am liebsten aus. Schub ist ausreichend vorhanden. Das maximale Drehmoment von 230 Newtonmeter liegt zwischen 2.500 und 3.500 Umdrehungen an. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der Swift Sport in 8, 1 Sekunden. Auch in Sachen Effizienz glänzt der Kleine. Lässt man ihn von der Leine und auf die linke Spur der Autobahn, genehmigt sich auch der Turbo etwas mehr. Insgesamt sind die werkseitig angegebenen 5,6 Liter auf 100 Kilometer aber ohne weiteres zu erreichen.

Liegt gut in der Hand: Das Sport-Lederlenkrad passt gut zum direkten Fahrverhalten des Suzuki Swift Sport.

Zwar war unser Testfahrzeug mit Winterbereifung ausgerüstet, was aber nicht den Fahrspaß trüben konnte. Gerade von kurvigen Landstraßen kann man hinter dem Steuer des Swift Sport nicht genug bekommen. Das schön geformte Sportlenkrad passt super zur direkten Lenkung. Das Fahrwerk ist sportlich aber keinesfalls unkomfortabel abgestimmt. Auch mit schlecht asphaltierter Fahrbahnoberfläche kommt das Sportfahrwerk gut zurecht.

Spaß haben und sparen. Der 140 PS-starke Turbo-Benziner war äußerst genügsam. Etwas unübersichtlich ist die enge Skalierung des Tachos bei niedrigeren Geschwindigkeiten in der Stadt.

Sportsfreund mit tollem Preis-Leistungsverhältnis

Die Preisliste beim Suzuki Swift Sport ist kurz und knapp. 21.400 Euro – dafür hat Suzuki ein faires Paket geschnürt. Für das optische Highlight – die grell leuchtende Lackierung „Champion Yellow“ ist inklusive – ebenso die 17 Zoll großen Leichtmetallräder und LED-Scheinwerfer. Zur weiteren Serienausstattung gehören das Infotainmentsystem mit Navigation, Klimaautomatik und dein schlüsselloses Zugangssystem. Die einzigen aufpreispflichtigen Extras sind die Metallic-Lackierungen.

Fazit

Junges-sportliches Design bieten viele Hersteller. Der Suzuki Swift Sport bringt viel Fahrfreude für den Alltag. Keinesfalls unvernünftig, dafür praktisch, wie man es von einem Kleinwagen erwartet. Er punktet mit einem agilen Handling, und einem leistungsstarken und dennoch effizienten Motor. Die reichhaltige Serienausstattung deckt alles Wichtige ab.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.